Kunstmagazin art, Mai 2015: Auschwitz-Zyklus von Gerhard Richter – eine Kritik

Im Kunstmagazin art stößt Wolfgang Ullrich eine Debatte über den neuen Auschwitz-Zyklus von Gerhard Richter an, der seit kurzem im Dresdner Albertinum ausgestellt ist. Die These: Auf den Betrachter wird vom Künstler Deutungsstress ausgeübt, letztlich aber bleibt Richter jede Aussage schuldig. Und dies mit Kalkül!

Der komplette Text ist hier zu lesen.

Comments 2

  1. Nol Hennissen 27. September 2015

    Lieber Wolfgang, habe mit großem Interesse dein Aufsatz zu Gerhard Richters“Auswitz-Zyklus gelesen. Letztes Jahr waren wir um die Ostertage in Krakow. Hier werden im großen Stil Tagesausflüge nach Auswitz angeboten, und ist dort ein riesen Wirtschaftszweig. Vom Elend der anderen leben jetzt viele. Die Werbung hierfür ist dort nicht zu übersehen. Am krassesten fand ich ein Plakat wo zusätzlich erwähnt wurde „we also pick you up at the hotel“. Da bleibt einen die Spucke.

    Herzliche Grüße aus Berlin,
    Nol Hennissen

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  2. ratte 29. Januar 2016

    die richter-bilder in jenem debatten-kontext kenne ich und wolfgang ullrich bringt diese peinlichkeit kapitalistischer vermarktung schonungslos auf den tisch;
    richter arbeitet nach dem prinzip:
    „wahrheit entsteht nicht dadurch, dass ich etwas zeige, sondern dadurch, dass ich es wiederholen kann“ (4x, das anfangs-eigentliche übermalt);
    was in diesem sinne für naturwissenschaftliche forschung sehr wohl als beweisführung gilt (wiederholbarkeit!) und somit zu notwendigen gewissheiten beiträgt, ist hier für kunst und malerei (außerhalb von warhol *) nicht überzeugend geeignet! probleme der taten und die des verschweigens und verdrängens kann man ohnehin nicht mit derselben denkweise behan- deln, durch die sie entstanden sind!! (hier abstrakte malerei ohne bezug zur sache); albert einstein hats für physik genau so angemerkt);
    auf die schnelle fällt mir ein geeignetes beispiel nicht überzeugend ein, also eines aus dem zwingend(!) zu erweiternden feld, in das richter zugeordnet werden müsste; es ist vermutlich in der produktwerbung zu suchen und zu finden; das täte auch ihm und dem „aura-fake“ dieser seiner banalen bilder relativierend gut.
    * pop-art-warhol: „Ich liebe es, das Gleiche immer und immer wieder zu tun“,
    also seine multiple bildproduktion ist gemeint, das serielle im thematischen bezug auf kommerzielle trivialitäten der massenproduktion (wie suppendosen und co) – da ist eine verstehbare korrespondenz!
    …ach ja, ich kann mir schon vorstellen, dass richter nun auf dieser gedanklichen basis …. hat er aber nicht!
    up

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