Aufsatz „Inverse Pathosformeln. Über Internet-Meme“

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Auf dem Blog der Pop-Zeitschrift hat Wolfgang Ullrich den ersten Beitrag einer neuen Kolumne über Phänomene der Social Media geschrieben. Dieser Beitrag widmet sich Internet-Menen.

Gezeigt wird in dem Text, dass Meme dazu dienen können, emotional vereinnahmende, besonders präsente und berühmte Bilder durch Parodien zu verarbeiten. Die Entwicklung und Verbreitung überraschender Varianten erlaubt eine Distanzierung und Entlastung. Sofern sie den Sinn des Vorbildes zunichtemachen, haben Meme in ihren Variationen oft sogar eine ikonoklastische Dimension. Anders als bei der Tradierung von Pathosformeln geht es bei ihnen nicht um die Bestätigung dessen, was im kollektiven Gedächtnis vorhanden ist; vielmehr wird markiert, was, da es als zu stark und obsessiv empfunden wird, nicht länger wirksam bleiben soll. Internet-Meme sind insofern Selbstreinigungsinstrumente. Daher ist der Begriff ‚Mem‘ auch irreführend, man sollte lieber, angeregt vom Begriff der Amnesie, den Begriff ‚Internet-Amnem‘ verwenden.

Der Aufsatz ist hier zu lesen.

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