Mem-Archäologie

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Nachdem ich in der Pop-Zeitschrift im November 2015 einen Beitrag über Internet-Meme und den darin sich manifestierenden Umgang mit berühmten Vorbildern veröffentlicht habe, betreibe ich nun, in einer neuen Folge der Social Media-Kolumne, „Mem-Archäologie“:

„Haben Internet-Meme Vorläufer in der Geschichte der Kunst? Gibt es Bilder und Bildmotive, die situativ und überraschend, in wechselseitiger Reaktion aufeinander variiert und je nach Kontext in ihrer Bedeutung verändert wurden? Ging es gar darum, mit ihrer Hilfe zu kommunizieren? – So unstrittig sein dürfte, dass die von digitalen Techniken und den Social Media ermöglichte Mobilisierung der Bilder ein neues Phänomen ist, so sehr scheint doch das Bedürfnis, mit Bildern flexibel zu agieren, viel älter zu sein. Davon zeugt bereits eine der bekanntesten Maler-Anekdoten der Antike. So kam es zum Wettstreit zwischen Apelles und Protogenes, nachdem dieser jenen besuchte, aber in seinem Atelier nicht antraf. Auf einer zum Bemalen vorbereiteten Tafel zog Apelles, als Zeichen seines Besuchs, mit einem Pinsel eine dünne Linie. Nach seiner Rückkehr nahm Protogenes seinerseits einen Pinsel und setzte in einer anderen Farbe eine noch feinere Linie in die des Apelles. Als dieser nochmals bei Protogenes vorbeikam, ihn aber wieder nicht antraf, besiegte er ihn mit einer an Feinheit unüberbietbaren Linie, mit der er in einer dritten Farbe dessen Linie durchschnitt.“

Der Text ist hier zu lesen.

Update vom 27. April 2016: Der Text wurde mittlerweile unter dem Titel „Das Wetteifern der Bilder“ auch von iRights.info veröffentlicht.

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