Artikel in „Politik & Kultur“ 3/16

In Ausgabe 3/16 der Zeitung des Deutschen Kulturrates „Politik und Kultur“ schreibe ich unter dem Titel „Degradierung zum Untoten“ über die Erosion der Idee, Kunst sei ein öffentliches Gut.

Ausgehend vom Streit über den Entwurf zu einem neuen Kulturgutschutzgesetz, in dessen Verlauf u.a. Georg Baselitz Museumsleihgaben seiner Werke zurückzog, heißt es bei mir:

„Vermutlich hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters weder mit der Reaktion von Baselitz noch mit den vielen anderen Protesten gerechnet, die ihr Gesetzentwurf erfuhr. Selbst noch dem bildungsbürgerlichen Paradigma verbunden, hatte sie nicht bemerkt, wie sehr sich viele Akteure des Kunstbetriebs in den beiden letzten Jahrzehnten, in denen der Markt sich von Rekord zu Rekord boomte, bereits von der Idee der Kunst als einem öffentlichen Gut verabschiedet haben. Wer in den letzten Monaten mit Kunsttransporteuren sprach, blickte in zufriedene Gesichter. Nach eigener Aussage haben sie das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Existenz, lassen viele Besitzer von Gemälden, Manuskripten, Möbeln oder Skulpturen ihre Schätze doch ins außereuropäische Ausland bringen, um ähnlich wie Baselitz sicherzugehen, auch künftig völlig ungehindert damit handeln zu können.“

Der komplette Text ist nachzulesen hier.

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