„Gemeinsinn aus dem Supermarkt“ – Essay in brand eins 5/2016

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Für das Magazin brand eins habe ich verschiedene Konsumprodukte daraufhin untersucht, ob sich in ihnen eine Idee von Gemeinschaft – so etwas wie ein Wir-Gefühl – manifestiert:

„Viele Produkte sind an das Individuum gerichtet, das sich schwach, überfordert, gefährdet fühlt und daher empfänglich für Verheißungen von Stärke und Fitness ist. Die Einkäufe, die mancher auf das Laufband an der Supermarktkasse legt, lassen vermuten, es solle vor allem Psycho-Doping betrieben werden, um die vielen Wettbewerbssituationen des täglichen Lebens zu meistern: lauter Produkte, auf denen etwas von Power, Victory, Energy und Recharge steht. Doch gibt es genauso Produktvarianten und Marken, die Stärke beschwören, indem sie versprechen, ein Wir-Gefühl aufzubauen oder den Einzelnen in eine größere Gemeinschaft zu integrieren. Tatsächlich modellieren Konsumprodukte das Verhältnis der Menschen untereinander höchst verschieden; in ihnen artikulieren sich jeweils andere Vorstellungen vom Zusammenleben. Nicht nur durch Stil-Ikonen, sondern noch viel mehr im Gebrauch der vielen ganz alltäglichen Produkte üben die Menschen Rollen und ihre Haltung gegenüber einzelnen Werten ein, die für das soziale Leben folgenreich sind.“

Hier ist der Essay zu lesen.

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