Trump als Metapher

Warum wird Donald Trump so gerne mit Jeff Koons verglichen? Das frage ich in einem Essay, den ich für das Kunstmagazin ‚Art‘ geschrieben habe.

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Beide, so ein Teil der Antwort, beherrschen eine Strategie der „Willkür und, je nach Standpunkt, geschmackloser oder glamouröser Übertreibung“. Dennoch ist ein Vergleich zwischen beiden eine Verharmlosung:

„Denn während ein Künstler einfach nur seine Autonomie unter Beweis stellen will, wenn er bei dem, was er sagt und tut, bewusst nicht auf Kohärenz und Evidenz achtet, kann die Verunsicherung, die ein Politiker mit willkürlichem Verhalten erzeugt, schnell zu gesellschaftlichen oder internationalen Krisen führen. Und nicht nur das. Ein derartiger Politikstil ist zutiefst undemokratisch. Mit Strategien permanenter Überraschung und Verwirrung werden Maßstäbe außer Kraft gesetzt, Argumente der Gegner laufen ins Leere, und am Ende steht, wie der ungehinderte Siegeszug Trumps beweist, eine vollständige Selbstimmunisierung.“

Um das Gefährliche von Trumps Strategie besser zu verstehen, hilft überraschenderweise ein 1978 publizierter Aufsatz des US-amerikanischen Philosophen Donald Davidson, der eigentlich der Bedeutung von Metaphern gewidmet ist. Und warum das so ist, schreibe ich hier.

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