Die zwei Orte der Kunst: Original und Reproduktion

Am 2. Juli 2020 hielt ich auf der Preview der rein digitalen Art Fair Mannheim einen Vortrag, der darauf Bezug nimmt, dass alle dort zum Verkauf präsentierten Werke nur in reproduzierter Form sichtbar werden. Doch so neu ein solcher Typ von Kunstmesse sein mag, so alt ist die Aufgabe von Künstler*innen, ihre Werke nicht nur als Originale zu schaffen, sondern ebenso an deren Re-produktion, also an ihrer wiederholten Neugestaltung für diverse und historisch wechselnde Medien zu arbeiten. In meinem Vortrag bringe ich dafür das Beispiel von Rubens (das dort erwähnte Buch von Hans Jakob Meier „Die Kunst der Interpretation. Rubens und die Druckgraphik“(2020) habe ich übrigens für die „Süddeutsche Zeitung“ rezensiert), bevor ich auf zeitgenössische Formen der Postproduktion speziell für die Social Media eingehe. Ich erläutere, warum es heute wichtig für Kunst ist, ‚instagramable‘ zu sein – und inwiefern das etwas anderes meint als ‚fotogen‘ oder ‚JPEG-tauglich‘. Insofern bietet der Vortrag auch eine Fortsetzung von Überlegungen, die ich in meinem 2009 erschienenen Buch „Raffinierte Kunst. Übung vor Reproduktionen“ entwickelt habe.

Der Vortrag ist auf dem Channel „Digitale Bildkulturen“ unter dem Titel „Die zwei Orte der Kunst: Original und Reproduktion“ abrufbar!

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