„Bitte mal auffallen“

Zum 10. Geburtstag von Instagram habe ich in der ZEIT einen Artikel geschrieben, in dem ich dem wohl wirkmächtigsten Medium der Gegenwart aber nicht nur gratuliere, sondern auch schreibe, was sich im zweiten Jahrzehnt ändern muss:

„In den letzten Jahren hat nichts die Mode, die Kunst- und Designwelt so stark verändert wie Instagram. Auch für das Wohnen, Essen oder Reisen hat die 2010 gegründete Plattform die ästhetischen Standards neu definiert. Wohl noch nie in der Kulturgeschichte war ein Medium so viel stärker als das, was es vermittelt, noch nie konnte es die Welt so sehr nach seinen Bedingungen umformen. Immer mehr Lebensbereiche werden „instagramable“ gemacht. […] Allerdings  ist es ein Problem, ja ein Skandal, dass gerade das Medium, das so demokratisierend auf die Bildkultur gewirkt hat, selbst völlig undemokratisch ist. Algorithmen werden geheim gehalten, Entscheidungen, die zuerst nur die Infrastrukturen der Plattform betreffen, dann jedoch gewaltige Folgen für die ganze Gesellschaft haben, bleiben gänzlich intransparent. Das muss sich ändern. Es sollte endlich die Mitbestimmung der User ermöglicht werden, um wählen zu können, wie Algorithmen und Features weiterentwickelt und eingesetzt werden. So mächtig Instagram im ersten Jahrzehnt geworden ist, so sehr ist es die Aufgabe des zweiten Jahrzehnts, diese Macht des Facebook-Konzerns demokratisch zu gestalten.“

Hier geht es zum Artikel!

Update vom 6. Oktober 2020: Im SWR2 wurde ich zum Instagram-Geburtstag interviewt – nachzuhören hier!

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