Streitgespräch über (post)autonome Kunst

Am 25. Mai diskutierte ich mit dem Philosophen Harry Lehmann im Haus am Lützowplatz (Berlin) über mein Buch „Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie“. Dabei konzentrierten wir uns auf die Frage, ob man von einem Paradigmenwechsel – einer Ablösung des Autonomie-Ideals durch nicht-autonome Formen von Kunst – überhaupt sprechen kann. Nicht nur hier gelangten wir zu unterschiedlichen Einschätzungen, vor allem stritten wir auch darüber, wie postautonome Formen von Kunst gegenüber autonomen Formen zu bewerten sind. – Das von Marc Wellmann moderierte Gespräch ist nun als Video online und hier anzuschauen!

Comment 1

  1. Stefan Hetzel 28. Mai 2022

    Harry Lehmanns fast schon stures Festhalten am in der Nachkriegszeit verwurzelten Autonomiebegriff fiel mir auf. Während er in seinem Buch „Die Digitalisierung der Musik“ vor 10 Jahren noch die Digitalisierung als Katalysator einer Erneuerung und Demokratisierung der Kunst auffasste, erscheint sie ihm nun als Katalysator kultureller Degeneration (meine Formulierung). Auch seine Bewertung der Kunst-Institutionen hat sich um 180 Grad gedreht. Waren Sie ihm vor 10 Jahren noch Ausdruck einer versteinerten Nachkriegsästhetik, sollen sie nun Garant bzw. Zwingburgen autonomer Kunst sein. – An Ihrem Denken schätze ich generell die stets an den Phänomenen orientierte deskriptive Herangehensweise. Ich muss zugeben, mitunter hatte ich schon den Eindruck, dass sich ihre Texte allzu sehr an die konstatierten Phänomene anschmiegen, aber je mehr ich über die Jahre von Ihnen lese, desto stärker verflüchtigt sich das (Entschuldigung, das ist etwas persönlich).

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