Kategorie: Allgemein

Simon Fujiwara als Gewissenshändler

Im Kunsthaus Bregenz fand von Januar bis April 2018 die Ausstellung „Hope House“ statt – eine über vier Etagen gehende Installation von Simon Fujiwara, die dem Anne Frank Haus in Amsterdam gewidmet ist. In der Ausstellung traf ich auf etliche Themen, die mich in meiner eigenen Arbeit schon länger beschäftigen – Konsum, Werte, gutes Gewissen […]

Ein Bier namens ‚Eroberung‘ (NZZ-Folio 4/18)

In meiner Konsum-Kolumne „Aus der Warenwelt“ in NZZ-Folio schreibe ich in diesem Monat über die Namen deutscher Biere, die speziell für das (ferne) Ausland produziert werden. Was bedeutet es, dass sie „Eroberung“, „Ruhm“ oder sogar „Tollheit“ heißen? Zum Text geht es hier.

Kunst jenseits der Kunstgeschichte

Beim kunstpädagogischen „Doppelkongress: Kunst, Geschichte, Unterricht“ hielt ich am 23. März 2018 in Leipzig den Eröffnungsvortrag unter dem Titel „Kunst jenseits der Kunstgeschichte. Über zeitgenössische Aneignungspraktiken“. Ausgangspunkt des Vortrags ist die Diagnose, dass der lange gültige Rezeptionsrahmen von Kunst, den die Idee einer Kunstgeschichte geliefert hat, an Relevanz verliert: Ein Leonardo zugeschriebenes Gemälde wird in einer […]

Im Stahlgezwitscher

Auf Twitter folge ich schon lange auch dem Medientheoretiker Norbert Bolz. Kamen von ihm vor Jahren noch überwiegend geistreiche, pointiert ironische Tweets, in denen er die Themen seiner Bücher geschickt in ein anderes Medium übersetzte, so ist seit rund drei Jahren eine Radikalisierung  zu beobachten: Viele seiner Tweets bedienen mittlerweile die Ressentiments rechtspopulistischer, teils sogar […]

Als wär’s Champagner (NZZ-Folio 3/18)

  Für das Märzheft von NZZ-Folio, das dem Thema ‚Wasser‘ gewidmet ist, habe ich einen Beitrag über die Produktkarriere von Mineralwasser geschrieben. Was sich hier in den letzten Jahrzehnten ereignet hat, lässt für mich nur einen Vergleich zu: „Mit Mineralwasser ist es wie mit moderner Kunst. Beide verheissen viel, beide können teuer sein, beide scharen […]

Aufsatz über „Kallipädie“ und die Macht der Bilder

Allenthalben ist von der Macht der Bilder die Rede, die angeblich nie größer war als heute. Andererseits jedoch sprach man Bildern lange Zeit noch viel mehr Macht zu. Bevor das Sehen im 18. Jahrhundert zum Distanzsinn erklärt wurde, hielt man Bilder sogar für mächtig genug, um physisch einwirken und Körper und Seele formen zu können. […]

Buchpublikation über das Kunstsammeln

Unter dem Titel „Sieh mich an! Schlüsselmomente einer Sammlungsgeschichte“ ist bei Spector Books ein Buch erschienen, das ich zusammen mit Sasa Hanten-Schmidt herausgegeben habe. Darin geht es einerseits speziell um die in Genese und Charakter unterschiedlichen Kunstsammlungen von Sasa Hanten-Schmidt und ihrem Mann Klaus F.K. Schmidt, die nach beider Eheschließung zur Basis für eine neue, […]

Interview über „Wahre Meisterwerte“

Im Deutschlandfunk Kultur interviewte Dieter Kassel mich über mein Buch „Wahre Meisterwerte. Stilkritik einer neuen Bekenntniskultur“. Wir sprachen über den Zusammenhang von Konsum und Moral, über die problematischen sozialen Folgen einer Wertethik sowie darüber, warum sich Debatten über Werte nicht für politische Auseinandersetzungen eignen. Hier ist das Gespräch nachzulesen oder nachzuhören.

Interview über Statussymbole

  Unter dem Titel „Ohne Protz bleibt nur das nackte Leben“ veröffentlichte die „WirtschaftsWoche“ ein Interview, das Christopher Schwarz mit mir über Statussymbole geführt hat. Nachzulesen ist es hier.

Kommentare zur Debatte über das Abhängen von Kunstwerken

In einem Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“ schreibe ich aus Anlass der Abhängung des Gemäldes „Hylas and the Nymphs“ (1896) von John William Waterhouse in der Manchester Art Gallery über das Missverständnis, Museen sollten nur das zeigen, was den jeweils aktuellen Moralstandards entspricht. – Hier der Text! (Das Foto zeigt die Stelle, wo das Gemälde bisher […]