Warum die Nazis Angst vor moderner Kunst hatten

Auf dem Blog des Deutschen Historischen Museums frage ich aus Anlass des 80. Jahrestags der Ausstellung „Entartete Kunst“, welches Verständnis von Kunst für diese Denunziation der Moderne leitend war – und was sich daraus für einen angemesseneren Umgang mit Kunst lernen lässt.

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„Auffällig ist vor allem, dass die Ausstellung überproportional viele Darstellungen von Menschen enthielt, hingegen kaum Werke abstrakter Kunst, aber auch nur weniges aus Gattungen wie der Landschaftsmalerei oder des Stilllebens. Mit dieser Auswahl sollte deutlich werden, wie sehr dem Menschen in der Moderne zugesetzt wurde. Dabei warf man den Künstlern der verschiedenen Spielarten von Expressionismus weniger vor, Gesichter und Körper mit ihren Stilmitteln zu verunstalten, als man vielmehr unterstellte, diese seien Folge davon, dass Kretins, Kranke und Idioten als Vorbilder gedient hätten, ja dass es zunehmend mehr missgebildete Menschen gebe. Statt dem aber entgegenzuwirken und sich an den Schönheiten der Vergangenheit zu orientieren, würden die Künstler, selbst schon degeneriert, den Verfall nicht einmal als solchen bemerken oder sich sogar daran ergötzen.“

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