Publizieren, um – nicht – gelesen zu werden?

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Bei der Tagung „Die Zukunft des kunstwissenschaftlichen Publizierens“, die am 19./20. Juli 2019 auf Initiative des „Zentralinstituts für Kunstgeschichte“ in München stattfand (mehr dazu hier), lieferte ich einen Werkstattbericht über mein Selbstverständnis und meine Rolle als ‚freier Autor‘. – Hier mein Vortrag:

 

Publizieren, um – nicht – gelesen zu werden?

Wenn ich selbst entscheiden kann, wie ich bei einer Tagung oder in den biografischen Notizen unter einem Text bezeichnet werden will, sage ich „Kulturwissenschaftler und freier Autor“. Das heißt, dass ich mich über das Schreiben und Publizieren definiere. Bis Weiterlesen

Zwei Interviews über Kunst und Gesellschaft

Auf den Seiten von „Age of Artists“ wurde ein Interview veröffentlicht, das Dirk Dobiéy bereits im Herbst 2018 mit mir führte. Ausgehend von einigen meiner Thesen zu Kunst geht es vor allem darum, deren Verhältnis zu Kreativwirtschaft und Unternehmertum  etwas genauer zu beleuchten. – Zu lesen ist das Interview hier.

Für den „Perlentaucher“ führte Peter Truschner Anfang Juni 2019 ein Interview mit mir, in dem wir darüber sprachen, wie es aktuell um die Autonomie der Kunst steht – und wie sich durch die Veränderungen im Kunstbetrieb auch die Idee von Werk wandelt. – Zu lesen ist das Interview hier.

„Fridays for Future“ und der Konsum

Im Zuge der „Fridays for Future“-Bewegung wird auch viel über Konsum und noch mehr über Konsumverzicht diskutiert. Aber was könnte wirklich helfen? Für die „Süddeutsche Zeitung“ habe ich (für die Ausgabe am 22. Juni 2019) einen Kommentar geschrieben, in der ich darauf eingehe – zu lesen hier. Etwas ausführlicher geht es um dieselbe Frage in einem Interview (vom 21. Juni 2019) mit der „Deutschen Welle“, das hier zu lesen ist.

„Gefällt mir!“

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Für „Halle 4„, das Magazin der Deichtorhallen, habe ich einen Beitrag geschrieben, in dem ich mich mit dem Phänomen beschäftige, dass es auch in der bildenden Kunst zunehmend Fans gibt. Wie Sänger oder Schauspieler haben auch zahlreiche Künstler mittlerweile Anhänger (statt nur Rezipienten). Doch wie kommt es dazu? Und was hat das für Folgen für die Kunst und ihre Werkformen? Der Text unter dem Titel „Gefällt mir!“ ist hier nachzulesen. (Und links ein Foto, das einen Fan von Takashi Murakami zeigt, der sich in dessen Bar Zingaro im Nakano Boulevard in Tokyo gerade mit den Stofftieren seines Idols vergnügt.)

Rechtsdrift der Idee autonomer Kunst: ein begriffsanalytischer Artikel und ein aktueller Fall

In der ZEIT – Ausgabe 21/2019 vom 16. Mai 2019 – veröffentlichte ich einen Artikel [Link für ZEIT-Abonnenten, sonst hier: Auf dunkler Scholle], in dem ich mich mit dem aktuellen Zustand der Idee autonomer Kunst befasse. Meine Beobachtung: Viele maßgebliche – traditionell eher linke und emanzipatorische – Milieus der heutigen Kunstwelt vertreten die während der gesamten Moderne virulente Idee der Autonomie nicht mehr aktiv oder sehen sie sogar als problematischen Nährboden für eine elitäre, exkludierende und unsensible Kunstpraxis an. Mit der Preisgabe des Autonomie-Paradigmas lässt man aber zu, dass Kunst nicht mehr als etwas Eigenständiges Weiterlesen

„Kunst und Kommerz“ – Impulsvortrag

Am 20. Mai 2019 war ich eingeladen, im Städel in Frankfurt innerhalb der Reihe „ZUKUNST“, die auf Initiative von Kulturstaatsministerin Monika Grütters veranstaltet wird, über das Thema ‚Kunst und Kommerz‘ zu diskutieren – und die Diskussion (mehr dazu hier) mit einem Impulsvortrag zu eröffnen. Darin sollte es vor allem darum gehen, die Auswirkungen des (globalisierten) Kunstmarkts auf die (westlichen) Museen zu beschreiben. – Im folgenden veröffentliche ich den Impulsvortrag:D7BxUMvXoAAk5Ae.jpg-large

„Kunst und Kommerz“ wurde der heutige Abend überschrieben – was nicht nur ein riesiges Feld möglicher Themen eröffnet, sondern auch einen Blick auf die Kunst nahelegt, der sowohl den Insidern der Kunstwelt als auch interessierten Laien vertraut ist. Erstere verdienen ihr Geld mit Kunst oder geben es dafür aus, bei den Laien hingegen hat sich gerade in den letzten zwei Jahrzehnten der Eindruck verfestigt, Kunst sei vor allem und mehr als anderes eine Sache des Geldes. Über hohe Preise und Weiterlesen

Werte vs. Grundrechte

Für die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg habe ich aus Anlass des 70. Geburtstags des Grundgesetzes einen Aufsatz geschrieben, in dem ich der Frage nachgehe, warum heute lieber über Werte als über (Grund)rechte gesprochen wird. Die Unterschiede zwischen beidem lege ich ausgehend von einem Twitter-Dialog dar, den im Februar 2019 ein Tweet der CDU und ihrer Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer auslöste, auf den u.a. der Feuilletonredakteur Claudius Seidl sowie die Historikerin Birte Förster antworteten:

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Im weiteren versuche ich (in Rekurs auf Thesen meines Buches „Wahre Meisterwerte“ (2017)) zu zeigen, welche Folgen eine Wertethik für die Gesellschaft hat – und warum es sogar gefährlich ist, Moraldiskurse als Wertedebatten zu führen. Nachzulesen ist mein Text online hier (S. 77-82) oder als PDF unter Werte versus Grundrechte (Teaser zum Text von der Redaktion, nicht von mir.)