„Kunst und Kommerz“ – Impulsvortrag

Am 20. Mai 2019 war ich eingeladen, im Städel in Frankfurt innerhalb der Reihe „ZUKUNST“, die auf Einladung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters veranstaltet wird, über das Thema ‚Kunst und Kommerz‘ zu diskutieren – und die Diskussion (mehr dazu hier) mit einem Impulsvortrag zu eröffnen. Darin sollte es vor allem darum gehen, die Auswirkungen des (globalisierten) Kunstmarkts auf die (westlichen) Museen zu beschreiben. – Im folgenden veröffentliche ich den Impulsvortrag:D7BxUMvXoAAk5Ae.jpg-large

„Kunst und Kommerz“ wurde der heutige Abend überschrieben – was nicht nur ein riesiges Feld möglicher Themen eröffnet, sondern auch einen Blick auf die Kunst eröffnet, der sowohl den Insidern der Kunstwelt als auch interessierten Laien vertraut ist. Erstere verdienen ihr Geld mit Kunst oder geben es dafür aus, bei den Laien hingegen hat sich gerade in den letzten zwei Jahrzehnten der Eindruck verfestigt, Kunst sei vor allem und mehr als anderes eine Sache des Geldes. Über hohe Preise und Weiterlesen

Werte vs. Grundrechte

Für die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg habe ich aus Anlass des 70. Geburtstags des Grundgesetzes einen Aufsatz geschrieben, in dem ich der Frage nachgehe, warum heute lieber über Werte als über (Grund)rechte gesprochen wird. Die Unterschiede zwischen beidem lege ich ausgehend von einem Twitter-Dialog dar, den im Februar 2019 ein Tweet der CDU und ihrer Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer auslöste, auf den u.a. der Feuilletonist Claudius Seidl sowie die Historikerin Birte Förster antworteten:

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Im weiteren versuche ich (in Rekurs auf Thesen meines Buches „Wahre Meisterwerte“ (2017)) zu zeigen, welche Folgen eine Wertethik für die Gesellschaft hat – und warum es sogar gefährlich ist, Moraldiskurse als Wertedebatten zu führen. Nachzulesen ist mein Text online hier (S. 77-82) oder als PDF unter Werte versus Grundrechte (Teaser zum Text von der Redaktion, nicht von mir.)

Die neuen Götter (NZZ-Folio, Mai 2019)

Bildschirmfoto 2019-05-06 um 12.08.03In meiner Kolumne „Aus der Warenwelt“ bei NZZ-Folio geht es diesmal um die hohen ethischen Standards, die Markenunternehmen für sich vorgeben. Am Beispiel der zurückgezogenen neuen Kollektion von Louis Vuitton erwäge ich, welche Folgen es hat, dass eine Marke sich dem Thema ‚Kindesmissbrauch‘ viel strenger stellt als etwa die Katholische Kirche. Erfüllen Marken schon bald eher als Kirchen Funktionen von Religionen? – Hier zum Text!

Auf der Welle surfen (Kommentar in der Süddeutschen Zeitung)

Bildschirmfoto 2019-04-30 um 18.13.27In einem Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“ äußere ich mich kritisch zu Formen politisch-aktivistischer Kunst, die sich so sehr an der herrschenden Konsumlogik orientieren, dass sie bis zur Unkenntlichkeit darin aufgehen. Eine spezifische Qualität als Kunst ist nicht mehr erkennbar. Zudem widersprechen einige Werke zum Teil sogar den Zielen, die mit ihn en proklamiert werden. Oder darf man gegen Plastikmüll in den Meeren mit Objekten protestieren, die mit Acrylfarbe aus Dosen besprüht sind? – Hier geht’s zu meinem Kommentar.

Interviews zu „Selfies. Die Rückkehr des öffentlichen Lebens“

Aus Anlass meines im März 2019 innerhalb der Reihe „Digitale Bildkulturen“ erschienenen Buchs  „Selfies. Die Rückkehr des öffentlichen Lebens“ fanden mehrere Interviews und Gespräche statt – darunter folgende:

Bildschirmfoto 2019-04-18 um 18.50.00Für den ‚Kompressor‘ des Deutschlandfunk Kultur sprach Timo Grames am 20. März 2019 unter dem Titel „Die Zeichensprache der Selfies“ mit mir.

 

Bildschirmfoto 2019-04-18 um 18.51.14Auf SPIEGEL-ONLINE erschien am 30. März 2019 eine Rezension meines Buchs von Manfred Dworschak. – Im Bezahlbereich von SPIEGEL-ONLINE gibt es zudem ein Interview mit mir.

 

Bildschirmfoto 2019-04-18 um 18.51.59Im Deutschlandfunk Kultur ist – unter dem Titel „Was die Selfie-Kultur über die Gegenwart verrät“ – die Aufzeichnung einer Veranstaltung nachzuhören, die am 26. März 2019 im „KINDL. Zentrum für zeitgenössische Kunst“ in Berlin stattfand. Unter der Moderation von René Aguigah diskutierten dort Elke Buhr (Monopol-Magazin) und Annekathrin Kohout mit mir.

Bildschirmfoto 2019-04-18 um 18.52.18Unter dem Titel „Fast jedes Selbstporträt ist narzisstischer als ein Selfie“ erschien in der April-Ausgabe 2019 von „Monopol“ ein Interview, das Silke Hohmann mit mir führte – nachzulesen hier.

 

Bildschirmfoto 2019-04-18 um 18.53.18In der Ausgabe 17/2019 vom 19. April 2019 des Nachrichtenmagazins „Profil“ erschien ein Interview mit mir, das Wolfgang Paterno geführt hat – zu lesen unter prof1917_SELFIE.

Nun komplett online: „Was muss das Museum? Was kann das Museum?“

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Aus Anlass des Neubaus der Kunsthalle Mannheim trafen deren Direktorin Ulrike Lorenz und ich uns im Sommer 2017 zum Streitgespräch über die Rolle der Kunstmuseen in der heutigen Gesellschaft. Dabei diskutierten wir unter anderem über folgende Fragen: Welche Aufgaben muss das Kunstmuseum mittlerweile zusätzlich übernehmen – und kann es dafür auch welche abgeben? Welche Bedeutung hat das Museum im Verhältnis zu anderen Institutionen der Kunstwelt, der Hochkultur, aber auch der Sozialpolitik? Was kann und soll es in Anbetracht der Digitalisierung leisten?

Das Gespräch erschien im Verlag der Buchhandlung Walther König – mittlerweile ist die Auflage ganz ausverkauft, und da der Verlag keine zweite Auflage plant, hat er freundlicherweise erlaubt, die Publikation komplett online zu stellen. Als PDF kann sie hier heruntergeladen werden: Lorenz_Ullrich_Museum_2017.

Eine neue Buchreihe: „Digitale Bildkulturen“

Bildschirmfoto 2019-03-07 um 10.28.28Der Verlag Klaus Wagenbach startet Mitte März eine neue Buchreihe, die ich zusammen mit Annekathrin Kohout in den nächsten Jahren herausgeben werde. Sie heißt „Digitale Bildkulturen“ und reagiert darauf, dass im Zuge von Digitalisierung, Smartphone-Technik und Sozialen Medien etliche neue Bildformen entstanden sind. Vor allem aber haben Bilder auch neue Funktionen und mehr Stellenwert als je zuvor in der Kulturgeschichte. Erstmals tauschen sich Menschen mit Bildern ähnlich selbstverständlich aus wie mit gesprochener oder geschriebener Sprache. Der schon vor Jahren proklamierte ‚Iconic Turn’ ist endgültig Realität geworden.

Hier setzt die neue Buchreihe an. Vier Bände pro Jahr beschäftigen sich von nun an jeweils knapp – in einer Mischung von Einführung und Essay – mit den wichtigsten digitalen Bildphänomenen: mit Memen, mit Protestbildern, mit Selfies, Emojis oder Hass-Bildern sowie mit den Folgen des ‚Iconic Turn‘ für Feminismus, Mode oder politischen Diskurs.

Der Verlag Klaus Wagenbach, dem ich schon seit mehr als zwanzig Jahren als Autor verbunden bin, setzt damit seine Tradition der gesellschaftlich-kritischen Einmischung und sein Interesse an ästhetischen Fragen fort: Wie schon in der „Kleinen Kulturwissenschaftlichen Bibliothek“ geht es darum, getreu der Methode Aby Warburgs Bildpraktiken unabhängig von ihrem Ort innerhalb der Kultur ernst zu nehmen und in größere kulturelle und soziopolitische Zusammenhänge zu stellen.

In „brand eins“ konnten Annekathrin Kohout und ich zum Start der Buchreihe bereits exemplarisch über einzelne Bildphänomene der Sozialen Medien schreiben, nachzulesen hier.

Bildschirmfoto 2019-03-07 um 10.22.06Ich selbst veröffentliche zum Start der Reihe den Band „Selfies. Die Rückkehr des öffentlichen Lebens“. Dabei lege ich besonderes Augenmerk auf die bei vielen Selfies auffälligen Grimassen und digitalen Nachbearbeitungen. Für mich stehen sie in einer langen kulturgeschichtlichen Tradition von Masken: Mit Selfies machen Personen sich selbst zum Bild. Damit entsteht aber nicht weniger als eine neue Form von öffentlichem Leben, das in der Moderne – im Anschluss an Richard Sennett – oft totgesagt worden ist. Zudem argumentiere ich dafür, Selfies als ersten Typus einer demokratisierten wie auch einer globalisierten Bildkultur ernst zu nehmen.

Eine Leseprobe mit den ersten Seiten des Buches gibt es hier: Selfies_Vorschau.

Machen Selfies hässlich? (NZZ-Folio März 2019)

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Für meine monatliche Kolumne „Aus der Warenwelt“ bei NZZ-Folio habe ich mir diesmal eine Selfie-Creme angeschaut, die gleich mit zwei großen Versprechen aufwartet: Sie soll nicht nur den Teint verschönern, sondern auch vor Strahlen schützen, die das Gesicht angeblich hässlich machen, wenn man das Smartphone für ein Selfie auf sich richtet. – Wie es zu solchen Versprechungen kommt, ist in meinem Text zu lesen – und zwar hier!