Was muss das Museum? Was kann das Museum?

Bildschirmfoto 2017-12-18 um 09.16.18Aus Anlass des Neubaus der Kunsthalle Mannheim trafen deren Direktorin Ulrike Lorenz und ich uns zum Streitgespräch über die Rolle der Kunstmuseen in der heutigen Gesellschaft. Dabei diskutierten wir unter anderem über folgende Fragen: Welche Aufgaben muss das Kunstmuseum mittlerweile zusätzlich übernehmen – und kann es dafür auch welche abgeben? Welche Bedeutung hat das Museum im Verhältnis zu anderen Institutionen der Kunstwelt und der Hochkultur, aber auch der Sozialpolitik? Was kann und soll es in Anbetracht der Digitalisierung leisten? Wie ist die Position des Museums innerhalb der Stadt zu beurteilen?

Nun erscheint unser Gespräch im Verlag der Buchhandlung Walther König.

Hier gibt es im folgenden bereits einige Thesen daraus! Weiterlesen

Rezensionen zu „Wahre Meisterwerte“

Update vom 31. Januar 2018: Im „Tagesspiegel“ rezensierte Tilman Asmus Fischer „Wahre Meisterwerte“ – nämlich hier.

Am 28. November 2017 rezensierte Meredith Haaf mein Buch „Wahre Meisterwerte. Stilkritik einer neuen Bekenntniskultur“ in der Süddeutschen Zeitung – nachzulesen hier.

Christian Modehn schrieb am 2. November 2017 auf seinem Blog „Religionsphilosophischer Salon“ über das Buch – nämlich hier.

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Im „Kunstbuchanzeiger“ veröffentlichte Michael Kröger bereits am 5. Oktober 2017 eine Rezension – nachzulesen hier.

„Von der Ware zur Währung“ (Pop-Zeitschrift)

Das Heft 10 der Pop-Zeitschrift aus dem Frühjahr 2017 ist nun online – darin ein Beitrag von mir unter dem Titel „Von der Ware zur Währung“. Darin geht es um das serielle Prinzip in der zeitgenössischen Kunst. Ich erwäge u.a., ob es Damien Hirst mit seinen Spot-Paintings vielleicht sogar darauf abgesehen hat, „eine Art von paralleler Währung zu etablieren.“ Das hieße, dass „seine Werke nicht mehr bloß eine Ware auf dem Markt wären; sie würden, wie Gold oder Öl, Anlegern Stabilität verheißen und als Referenz für anderes, vor allem für andere Kunst gelten.“

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(Ein im März 2017 in der ZEIT unter dem Titel „Das Gesetz der Serie“ publizierter Artikel bietet eine kürzere und anders ausgerichtete Beschäftigung mit demselben Thema.)

Die Wiederkehr der Schönheit. Über einige unangenehme Begegnungen

Am 27. Oktober 2017 hielt ich innerhalb der Tagung „Ästhetik und Rhetorik des Common Ground“ an der Universität Siegen einen Vortrag, der einige Denkfiguren und Inszenierungsstrategien der rechten Identitäten Bewegung analysiert. Diese werden dabei auch mit anderen zeitgenössischen und historischen Positionen der Philosophie und des Politaktivismus in Beziehung gesetzt.

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„[…] Der wohl am weitesten verbreitete Topos in den Blogs, aber auch bei anderen Verlautbarungen der Identitären Bewegung ist der Wald. Die Art und Weise, wie Martin Sellner die germanischen Urwälder aufruft und in ihnen die Urbilder gotischer Kathedralen, aber auch Orte einer unzivilisierbaren Wildheit sieht, war schon seit der Romantik beliebt und diente oft als Motiv innerhalb einer Geschichtsideologie, die meist ebenso reaktionär wie adventistisch darin bestand, eine Zukunft zu beschwören, die eine Wiederholung einer idealisierten Vergangenheit sein sollte. […] Auf denselben Wald-Topos bezog sich auch Ernst Jünger, als er 1951 seinen Essay Der Waldgang publizierte, in dem er die Figur des Waldgängers entwickelt. Der Waldgänger steht in Opposition zum Mainstream, zu Gegenwart und Zivilisation, zu den herrschenden Mächten der Politik, Wissenschaft und Technik. Er ist es, der sich abwendet, der sich – metaphorisch – in den Wald zurückzieht, als ‚Einzigster’, als Elite und Vorhut einer neuen Zeit, auf die er wartet, während er sich im geheimen Bund mit anderen Waldgängern zum Widerstand rüstet. Waldgänger träumen, so Jünger, von einer „künftigen Epoche“, in der „die Tyrannis von Parteien und fremden Eroberern“ überwunden ist und „in gesunden Völkern“ sich „die elementare Freiheit“ wieder Bahn bricht. Der Widerstand des Waldgängers sei „absolut“, er kenne „keinen Pardon“.“

Der Vortrag ist nachzulesen auf den Seiten der Pop-Zeitschrift.

„Wahre Meisterwerte“ – ein paar Thesen zum Hören

Zu einzelnen Themen meines Ende September erschienenen Buches „Wahre Meisterwerte. Stilkritik einer neuen Bekenntniskultur“ (mehr dazu hier) konnte ich mich mittlerweile mehrmals öffentlich äußern.

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Am 6. Oktober hielt ich im Hofbräukeller in München einen Vortrag unter dem Titel „Werte, überall Werte. Was sie uns bringen und warum sie nicht ungefährlich sind“. Eingeladen war ich dazu von der Künstlerin Stephanie Senge, die am selben Tag eine Performance sowie eine Prozession mit der von ihr gebauten KONSUM-WERTE-MADONNA sowie zwei weiteren Skulpturen durchführte. Bei dieser Arbeit geht es um Produkte, die offensiv mit Werten wie Solidarität, Heimat, Ruhe oder Stärke für sich werben. Mein Vortrag ist hier zu hören:

Und hier ein Video-Zusammenschnitt der gesamten Veranstaltung.

Am 6. Oktober wurde ich auch vom WDR über mein Buch interviewt – nachzuhören hier.

Am 8. Oktober sendete Deutschlandfunk Kultur die Aufzeichnung einer Diskussion, in der unter dem Titel „Reden wir über Werte“ René Aguigah und Jens Bisky mit Per Leo und mir darüber sprachen, warum es in der heutigen Gesellschaft so schwer ist, eine Streitkultur zu pflegen. Die Diskussion ist hier nachzuhören.

Neues zu „Deko und Diskurs“

Mein im Juli 2017 auf den Seiten des Perlentaucher veröffentlichter Essay „Deko und Diskurs“, in dem ich über ein bevorstehendes Schisma innerhalb der Kunstwelt spekuliere, wurde mittlerweile vom Deutschlandfunk gesendet – und ist hier zu hören.

Außerdem gibt es den Essay inzwischen auch in englischer Übersetzung – auf dem u.a. von Milena Burzywoda betriebenen Blog artistunderground, auf dessen Seiten zudem Gegenthesen zu meinen Beobachtungen formuliert sind. Beides, die Übersetzung meines Texts und den Widerspruch dazu, ist hier zu lesen.