Jahresrückblick 2016: Diskussionshöhepunkte

Auf drei öffentliche Diskussionen, an denen ich während des Jahres 2016 teilnahm (und die auch – danke! – aufgezeichnet wurden), blicke ich besonders gerne zurück. In ihnen wurde zum Teil kräftig gestritten, und konträre Standpunkte kamen so klar zur Geltung, dass zumindest ich danach einiges besser verstanden habe. Daher will ich meinen Diskussionspartnern herzlich für die gemeinsame Zeit danken.

1. Am 10. März 2016 fand innerhalb der „plastikBar“ des Lehmbruck-Museums in Duisburg eine Diskussion über Kunstvermittlung statt. Nachdem ich im Frühjahr 2015 mit einem polemischen Artikel in der ZEIT eine Debatte über Sinn und Grenzen von Kunstvermittlung ausgelöst hatte, war nun die erste Gelegenheit, mit zwei besonders erfahrenen Kunstvermittlerinnen – mit Claudia Thümler und Sybille Kastner – über meine Thesen zu streiten. Entsprechend aufgeladen war die Stimmung von vornherein. Moderiert wurde das Gespräch von Jörg Mascherrek:

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2. Im Salon Kufsteiner Straße (Berlin), einer großartigen Initiative von Lothar und Christiane Pues, trafen der Kunstphilosoph Harry Lehmann und ich am 27. Mai 2016 aufeinander, um über unsere beiden kurz zuvor erschienenen Bücher – „Gehaltsästhetik“ und „Siegerkunst“ – zu diskutieren. So sehr wir beide versuchen, Entwicklungen der jüngeren und aktuellen Kunst theoretisch zu fassen, so unterschiedlich sind unsere Standpunkte in Methode wie Ziel. Wir begannen damit, das Buch des jeweils anderen vorzustellen, und gerieten dann in eine zum Teil sehr detaillierte Diskussion, die zwar lange dauerte, aber doch erst ein Anfang war:

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3. Die „Denkerei“ von Bazon Brock am Oranienplatz in Berlin macht ihrem Namen immer wieder alle Ehre und ist ein Ort, an dem oft laut gedacht und noch lauter gestritten wird. Gemessen an den dortigen Standards war die Diskussion, die Juliane Rebentisch, Lambert Wiesing und ich am 4. Juli 2106 unter dem Titel „Ästhetik des Besitzens“ führten, geradezu sanft. Dennoch: Zwei ganz unterschiedliche Paradigmen ästhetischen Denkens wurden hierbei sehr greifbar: (Achtung: Die Veranstaltung beginnt erst in Minute 8:00!)

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