„Viel Zeit auf wenig Fläche. Zu Hubert Beckers Fotografien“

Hubert Becker baut Fotografien oder Gemälde in Form aufwendiger 3D-Modelle nach, um diese dann abzufotografieren. Im Lauf von mehr als zwei Jahrzehnten hat er so einen individuellen Kanon der Werke geschaffen, die ihm besonders viel bedeuten, von Walker Evans (siehe Abb.) bis Luigi Ghirri, von Giorgio de Chirico bis Matthias Weischer. Die so entstehenden Bilder nach Bildern sind diesen sehr ähnlich, haben aber dennoch einen anderen Charakter. Sie wirken eingefroren oder künstlich. In jedem Fall wird man dazu verleitet, ein Becker-Foto analytisch zu betrachten, kleine Lücken oder Risse im perfekten Schein zu suchen. Man will kapieren, wie das Bild entstanden ist, gerade wenn es sich um ein Motiv handelt, dessen Vorbild man kennt. Dass Beckers Fotos ihre Machart aber nie ganz offenbaren, sondern bezogen auf sich selbst ausnehmend diskret sind, zeichnet sie aus. – Für den Katalog zu einer Ausstellung Beckers in der Kölner Galerie M29 habe ich einen Text geschrieben – hier zu lesen:

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