Essay über Urheberrecht als Mittel der Postproduktion und Diskurskontrolle

Seit ich im Frühjahr 2016 die Erfahrung machte, dass mir für mein Buch „Siegerkunst. Neuer Adel, teure Lust“ diverse Reproduktionsgenehmigungen verweigert oder nicht gewährt wurden und seit dies auch mehrfach zu Diskussionen geführt hat, habe ich mich mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen ausgetauscht, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Das wurde zur Grundlage für einen Vortrag, den ich am 21. Oktober 2016 auf dem Heidelberger Kunstrechtstag gehalten habe. Darin versuche ich, die in den letzten Jahren bemerkbaren Veränderungen in der Nutzung von Urheberrechten in einen größeren ideengeschichtlichen Rahmen zu stellen. Mich interessiert, was für ein Verständnis ihrer Rolle als Künstler und was für einen Werkbegriff Urheber haben, wenn sie eine möglichst große Verbreitung von Reproduktionen ihrer Werke zu verhindern suchen. Was heißt es, wenn das Urheberrecht zum Instrument der Rezeptionsgestaltung wird? Und was bedeutet es, wenn eine Strategie der Verknappung, wie sie für den auf Originale fixierten Kunstmarkt üblich ist, nun auch auf den Umgang mit Reproduktionen ausgedehnt wird? Ist darin gar eine Gegenbewegung zum freien Umgang mit Bildern in den Social Media zu sehen?

Mein Vortrag ist auf den Seiten des Perlentaucher veröffentlicht.

Eine vollständige englische Übersetzung des Vortragstexts ist abzurufen unter copyright-and-post-production.

Update Januar 2017: Mein Text ist nun auch in holländischer Übersetzung publiziert, in Ausgabe Nr. 185 des Magazins „De Witte Raaf“ – abzurufen hier.

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